Dass Deutschland beim Ausbau der Elektromobilität hinterherhinkt, ist nichts Neues. Welche Folgen das für die ostdeutsche Autoindustrie und ihre Beschäftigten haben könnte, stand am Dienstag im Mittelpunkt einer Konferenz der IG Metall in Chemnitz. Gewerkschaft und Politik warnten dort vor den Risiken für Arbeitsplätze - und mahnten sowohl Tempo als auch Realismus an.
Die IG Metall forderte klare Investitionen der Hersteller und verbindliche Zusagen für Standorte. «Elektromobilität ist die Mobilität der Zukunft und gerade in Ostdeutschland eine zentrale Industrie», sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner. Daran hingen zigtausende Arbeitsplätze bei Herstellern und Zulieferern. «Einigen steht das Wasser bis zum Hals», so Benner. Politik und Unternehmen müssten handeln. «Auf politischer Ebene muss hier viel passieren – die Unternehmen dürfen sich aber nicht darauf verlassen, sondern müssen selber endlich loslegen.»