Der ostdeutsche Energiekonzern VNG sieht durch neue EU-Vorgaben zur Verringerung von Methanemissionen Risiken für langfristige Importverträge und damit für die Versorgungssicherheit in Deutschland. «Wenn hier keine praxistauglichen Lösungen kommen, gefährdet das genau die Verträge, die wir für unsere Versorgungssicherheit dringend brauchen», sagte Vorstandschef Ulf Heitmüller der Deutschen Presse-Agentur.
Nachweispflichten ab 2027
Hintergrund sind strengere Regeln für den Energiesektor, die ab 2027 auch für Importe von Öl, Gas und Kohle gelten sollen. Dann müssen Importeure nachweisen, dass Produzenten außerhalb der EU die europäischen Methan-Vorgaben einhalten. «Heute ist völlig unklar, wie das praktisch funktionieren soll», sagte Heitmüller.
Das Europaparlament hatte den Vorschriften bereits 2024 zugestimmt. Sie sehen unter anderem strengere Kontrollen von Öl- und Gasanlagen sowie Melde- und Überwachungspflichten auch für Energieimporte vor. Methan ist nach Kohlendioxid das zweitwichtigste Treibhausgas und gilt als deutlich klimaschädlicher.