Die sächsische Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) hat den Bundestag dazu aufgerufen, sich zügig mit dem Neubau der Bahnstrecke von Dresden nach Prag zu befassen. «Dass das Bundesverkehrsministerium die Unterlagen jetzt an den Bundestag übergeben hat, ist ein ganz wichtiges Signal an die Menschen im sächsischen Elbtal und an unsere tschechischen Nachbarn», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Nun müssten so schnell wie möglich die nächsten Schritte folgen.
Bei zügiger Behandlung bleibt Zeitfenster für EU-Förderung offen
Nach Kraushaars Worten gibt es einen guten Grund für Eile. «Werden jetzt die Haushaltsmittel für die nächsten Planungsschritte bereitgestellt, bleibt das Zeitfenster für die EU-Förderung und die gemeinsame Umsetzung mit Tschechien offen.» Sachsen setze sich gemeinsam mit den tschechischen Nachbarn seit Jahren für das Projekt ein.
Bahnstrecke Dresden-Prag schließt Lücke von Berlin nach Wien
«Diese Bahnstrecke ist nicht nur für Sachsen und Tschechien bedeutsam, nein, sie ist auch für Deutschland und Europa von allerhöchster Relevanz: Sie schließt eine zentrale Lücke im internationalen Schienenkorridor zwischen Berlin, Prag und Wien und stärkt damit die Nord-Süd-Achse im transeuropäischen Verkehrsnetz», betonte die Ministerin.
30 Kilometer langer Tunnel ist Kern des Projektes
Zum Projekt gehört ein 30 Kilometer langer Tunnel durch das Osterzgebirge. Dadurch soll sich die Reisezeit zwischen beiden Städten von derzeit 2,5 Stunden auf eine Stunde verkürzen. Für Sachsen hat das Vorhaben eine hohe Priorität. Der schleppende Ausbau des Schienenverkehrs in Ostdeutschland war dort wiederholt kritisiert worden.