Kunden von EnviaM müssen trotz der Krise im Nahen Osten und stark gestiegener Börsenpreise vorerst nicht mit höheren Kosten für Gas rechnen. «Wir werden die Preise so gut es geht und so lange wie möglich stabil halten», sagte Vertriebsvorstand Wolfgang Wirtnik. Das Gas werde bis zu drei Jahre im Voraus eingekauft, um sich gegen Preissprünge abzusichern.
Anders sehe das bei Neukunden aus, für die Gas kurzfristig neu beschafft werden müsse, erklärte Wirtnik. Sie müssten derzeit mit 10 bis 15 Prozent höheren Preisen rechnen.
Das decke sich mit dem bundesweiten Trend, informierte der Betreiber des Vergleichsportals Verivox. Seit Kriegsbeginn seien die Neukundenpreise für Gas um rund 20 Prozent gestiegen. Zahlten Neukunden Mitte Februar noch rund 8,1 Cent pro Kilowattstunde, seien es aktuell 9,8 Cent. Dabei hätten sich die Gaspreise in den letzten Wochen sogar wieder etwas erholt. Zwischenzeitlich hätten Neukunden im Schnitt 10,9 Cent pro Kilowattstunde zahlen müssen.