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Ifo Dresden: Irankrieg dämpft Erholung der Ost-Wirtschaft

Ifo Dresden: Irankrieg dämpft Erholung der Ost-Wirtschaft
Die gestiegenen Energiepreise zeigen Effekte auch für die ostdeutsche Wirtschaft. (Symbolbild) / Foto: Jan Woitas/dpa
Von: DieSachsen News
Hohe Energiepreise, US-Zölle, Strukturwandel: Wirtschaftlich sieht es «nicht besonders rosig», sagen Ökonomen. Besonders eine Branche trifft es hart.

Die Auswirkungen des Irankriegs verpassen der ostdeutschen Wirtschaft nach Einschätzung des Dresdner Ifo-Instituts einen Dämpfer. In ihrer Sommer-Prognose sehen die Wissenschaftler die Erholung durch die gestiegenen Energiepreise spürbar gebremst. Für Ostdeutschland wird in diesem Jahr ein Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent vorausgesagt, für das kommende Jahr von 0,8 Prozent.

«Es sieht nicht besonders rosig aus, was wir da zu erwarten haben», sagte der stellvertretende Leiter des ifo-Instituts Dresden, Joachim Ragnitz. Den kräftigen positiven Effekten der Steuerpolitik steht demnach ein negatives Umfeld gegenüber mit den US-Zöllen, dem Irankrieg und den anhaltenden strukturellen Umbrüchen in der hiesigen Wirtschaft. 

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Baugewerbe erst 2027 mit Aufschwung

Besonders hart trifft es in diesem Jahr das ostdeutsche Baugewerbe. Dort prognostiziert das Ifo-Institut einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,8 Prozent. 2027 sollen sich jedoch mit einem Anstieg um 1,6 Prozent die Effekte der steuerlichen Maßnahmen zeigen und die Branche aus ihrer tiefen Rezession holen. Für das restliche produzierende Gewerbe sagen die Wissenschaftler ein Plus von 1,0 Prozent für 2026 und von 0,6 für 2027 vorher, bei den Dienstleistern für beide Jahre ein Plus von 0,7 Prozent.

Auf dem Arbeitsmarkt ist keine Entspannung zu erwarten: Die Zahl der Erwerbstätigen geht der Prognose zufolge in diesem Jahr um 0,4 Prozent zurück. Zudem sorgt der Bevölkerungsrückgang für ein knappes Arbeitskräfteangebot. Wegen der gestiegenen Verbraucherpreise verlieren die privaten Haushalte auch massiv an Kaufkraft.

Bundesregierung in der Verantwortung

Es gebe zwar einen leichten Aufschwung, aber nicht die dynamische Entwicklung, die man sich wünschen würde, bilanzierte Ragnitz. «Es ist die Aufgabe der Politik, für Wachstum zu sorgen, allein schon um ausreichende Steuereinnahmen zu generieren und das Wohlstandsniveau halten zu können.» In der Verantwortung sieht Ragnitz dabei hauptsächlich den Bund. Die Möglichkeiten der Landesregierungen seien beschränkt.

Deutschland und Europa deutlich unter weltweitem Niveau

Für die gesamtdeutsche Wirtschaft hatten die Münchner Ifo-Kollegen in der vergangenen Woche ihre Konjunkturprognose für 2026 angehoben. Das Bruttoinlandsprodukt könnte demnach um 0,8 Prozent zulegen, statt der zuvor angenommenen 0,6 Prozent. Auch für das kommende Jahr sagen die Müchner ein Wachstum um 0,8 Prozent vorher. Sowohl Deutschland als auch der Euroraum liegen jedoch nach wie vor weit hinter dem erwarteten Wachstum der Weltwirtschaft von über zwei Prozent zurück.

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