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Zahl der Führerschein-Betrugsversuche in Sachsen rückläufig

Zahl der Führerschein-Betrugsversuche in Sachsen rückläufig
Deutschlandweit haben sich die Betrugsversuche laut Tüv auf hohem Niveau stabilisiert. (Symbolbild) / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Es wird mit allen Tricks gearbeitet: Mit Mini-Kameras, Ohrhörern und sogar Doppelgängern. Zwar sinkt in Sachsen die Zahl der Führerschein-Betrugsversuche, doch die Tricks werden immer raffinierter.

Bundesweit nimmt die Zahl der Täuschungsversuche bei theoretischen Führerscheinprüfungen zu – in Sachsen ist sie im vergangenen Jahr allerdings leicht gesunken. Dort wurden 80 Fälle aufgedeckt, im Vorjahr waren es 88, wie aus Zahlen des TÜV-Verbands hervorgeht. Die meisten Täuschungsversuche wurden in Nordrhein-Westfalen registriert (1.378), danach folgen Berlin (497) und Bayern (449).

In ganz Deutschland wurden 4.239 solcher Betrugsfälle erfasst. Damit bleibt Prüfungsbetrug nach deutlichen Zuwächsen in den Vorjahren ein Thema (2024: 4.198; 2023: 3.759 Fälle).

«Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Prüfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert», sagte Fani Zaneta vom TÜV-Verband. Gleichzeitig gebe es vermutlich ein großes Dunkelfeld, weil nur ein Teil der Täuschungen entdeckt werde.

Hightech trifft auf alte Schule

Bemerkenswert ist der Einsatz technischer Hilfsmittel: In mehr als jedem dritten Fall in Deutschland (36 Prozent) kamen laut den Angaben etwa Mini-Kameras oder kaum sichtbare Ohrhörer zum Einsatz. Auch Doppelgänger sind keine Seltenheit: In weiteren Fällen absolvierten sogenannte Stellvertreter die Prüfung. Insgesamt sei inzwischen gut jeder zweite Betrugsversuch (52 Prozent) professionell organisiert, so der TÜV-Verband.

Oft seien weitere Personen beteiligt, die den Prüfling «technisch unterstützen, aus der Ferne Lösungen übermitteln oder sich als Fahrschüler ausgeben», sagte Zaneta. Dafür brauche es auch entsprechendes technisches Know-how, um bestimmte Betrugsmaschen umsetzen zu können.

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