Nach vielen Hundert Kilometern im Sattel sind die 250 Radsportler des European Peace Ride in Chemnitz angekommen. Auf der letzten Etappe ab Usti nad Labem in Tschechien hat sich der frühere Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich in das Peloton eingereiht. «Die Botschaft ist klasse: Frieden braucht die Welt und Sport verbindet, Sport hält zusammen», sagte der 51-Jährige. Gemeinsam mit den Amateurfahrern fuhren weitere prominente Radsportler ins Ziel ein: Thomas Barth, André Greipel und Marcus Burghardt.
Der European Peace Ride (EPR) erinnert an die internationale Friedensfahrt. Das legendäre Radrennen war 1948 ins Leben gerufen worden, um zur europäischen Verständigung beizutragen; 2006 wurde es letztmalig ausgetragen. Mit der Friedensfahrt sind Namen verknüpft wie Täve Schur, der 1955 als erster DDR-Fahrer das Rennen gewann, und Steffen Wesemann, dem mit fünf Gesamtsiegen erfolgreichsten Teilnehmer.