Die Ausbildung von Russisch-Dolmetschern und -Übersetzern an der Universität Leipzig steht auf der Kippe. «Die mögliche Schließung des Schwerpunkts Russisch ist eine Konsequenz der bereits einige Jahre zurückliegenden Sparbeschlüsse der vormaligen sächsischen Landesregierung», sagte der Direktor des Instituts für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT), Oliver Czulo. Ein Teil der Stellen im Schwerpunkt Russisch seien in den vergangenen Jahren nicht nachbesetzt worden. Zudem sei man mit der gegenwärtigen, geringen Finanzausstattung gegenüber anderen Standorten nicht mehr konkurrenzfähig.
Die künftigen Dolmetscher und Übersetzer an der IALT haben eine Online-Petition zum Erhalt des Russisch-Schwerpunkts gestartet, der sich bereits mehr als 2000 Menschen angeschlossen haben. Eine Schließung bedeute «einen Rückschritt in der Völkerverständigung in Zeiten wirtschaftlichen Aufbruchs und außenpolitischen Situation, in der wir uns nicht mehr nur nach Westen orientieren können», heißt es darin.