Sachsen kann nach Einschätzung von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) den Rechtsanspruch auf eine Ganztagesbetreuung in der Grundschule bis 2030 umsetzen. Es gebe dafür genügend Plätze und Fachkräfte, zog der Minister am Mittwoch in Dresden eine Zwischenbilanz. Schon jetzt liege die Betreuungsquote der Hortkinder im Freistaat deutlich höher als im Bundesdurchschnitt. Während sie laut Bildungsbericht 2022 im Westen 47 Prozent betrug, habe sie in Sachen bei knapp 87 Prozent gelegen.
«Mit unserem Betreuungsangebot in Sachsen erleichtern wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Jede Familie erhält auf Wunsch einen Platz in der Kinderkrippe, im Kindergarten oder Hort. Das ist in anderen Bundesländern alles andere als selbstverständlich», betonte Piwarz. Im Elementarbereich gibt es den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab vollendetem ersten Lebensjahr bereits seit 1. August 2013. Sachsen erfüllt den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, wenn auch nicht immer in der Wunsch-Einrichtung.