Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hat gegen eine drohende Kürzung der Produktion des US-Chemiekonzerns Dow protestiert und eine schwierige Lage für den Industriestandort Ostdeutschland beklagt. Die Landesbezirksleiterin Nordost der Gewerkschaft, Stephanie Albrecht-Suliak, sagte, besonders in Ostdeutschland tue sich «eine Baustelle nach der anderen» auf. «Für 100 Tage Onboarding hat die neue Bundesregierung keine Zeit.»
IG BCE: Raffinerie PCK braucht Klärung der Eigentümerfrage
Landesbezirksleiterin Albrecht-Suliak dringt zudem auf ein Ende der Unsicherheit bei der Ölraffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs. «Unsere Hauptforderung ist die schnelle Klärung der Eigentümerfrage, denn diese Unsicherheit behindert die notwendige Transformation. Es geht um die Sicherung des Betriebes mit Rohöl und damit auch um die Sicherung von gut bezahlten tarifgebundenen Arbeitsplätzen.»
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigte bei der Gewerkschafts-Konferenz in Erkner (Oder-Spree-Kreis) die besondere Leistung der PCK-Beschäftigten angesichts des Umbruchs seit 2023. Als Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine bezieht die Raffinerie kein russisches Öl mehr und musste sich andere Bezugsquellen suchen.
Der Landesbezirk Nordost der IG BCE umfasst die fünf Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Sie ist nach eigenen Angaben zuständig für rund 148.000 Beschäftigte in mehr als 760 erfassten Betrieben.
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