Der Anteil von Frauen in ostdeutschen Chefetagen ist seit 2013 gesunken. Zum Stichtag 30. Juni 2019 waren in den sechs Ostländern im Schnitt 35,7 Prozent aller Führungspositionen weiblich besetzt, wie aus Daten der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Sechs Jahre zuvor lag der Anteil noch genau einen Prozentpunkt höher.
Insgesamt registrierte die Behörde in den ostdeutschen Ländern im vergangenen Jahr mehr als 209 160 Führungskräfte. Knapp 74 700 davon waren Frauen. In keinem der sechs Bundesländer hat sich ihr Anteil erhöht, auch wenn absolut betrachtet mehr Chefinnen hinzugekommen sind.
Dabei zeigen sich im Bundesland Berlin große Unterschiede mit Blick auf die verschiedenen Berufsgruppen. So lag der Chefinnen-Anteil im Bereich Erziehung und Unterricht in Berlin bei mehr als 66 Prozent und damit fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen waren mehr als 54 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt. In der öffentlichen Verwaltung lag ihr Anteil mit rund 46 Prozent nahezu bei der Hälfte.