Dynamo gegen Magdeburg: Sicherheits-Alarm vor dem Elb-Clásico in Dresden
Dresden. Vor dem Heimspiel von Dynamo Dresden gegen den 1. FC Magdeburg zieht die Stadt die Sicherheitsschrauben an. Weil die Partie am Sonntag, 18. Oktober, als Hochrisikospiel eingestuft ist, gilt rund um das Rudolf-Harbig-Stadion ein Verbot, bestimmte Gegenstände mitzuführen. Anstoß ist um 13.30 Uhr.
Das Verbot greift am Spieltag zwischen 10.30 und 17.30 Uhr. Untersagt sind vor allem Pyrotechnik jeder Art und Messer, dazu eine ganze Reihe von Ausrüstung, die bei Ausschreitungen zum Einsatz kommen kann.
Dynamo im Keller, Magdeburg oben
Sportlich treffen beim Elb Clásico zwei sehr unterschiedlich gestartete Teams aufeinander. Dynamo steckt nach sieben Spieltagen mit nur fünf Punkten auf Rang 16 im Tabellenkeller, Magdeburg steht als Vierter mit 13 Punkten oben dran, und das, obwohl die Gäste mit einem 1:6 gegen Braunschweig in die Saison gestartet waren. Seitdem haben sie sich eindrucksvoll gefangen. Für die Dresdner ist das Derby auch die Chance, dringend benötigte Punkte gegen den Abstieg zu holen.
Die Rivalität der beiden Klubs reicht weit zurück, bis in die DDR-Oberliga, als Dynamo und Magdeburg zu den prägenden Vereinen des ostdeutschen Fußballs zählten. In der Vorsaison teilten sie die Siege unter sich auf, und zwar jeweils auswärts: Magdeburg gewann das Hinspiel in Dresden am 9. August 2025 mit 2:1, Dynamo revanchierte sich im Januar mit einem 2:1 in Magdeburg.
Für die passende Kulisse ist gesorgt, das Stadion ist ausverkauft, auch rund 2770 Anhänger aus Magdeburg haben sich angekündigt. Immerhin kann Trainer Thomas Stamm fast auf den kompletten Kader zurückgreifen, nur drei Spieler fallen aus (mehr zur Personallage hier).
Was konkret verboten ist
Nicht dabeihaben dürfen Besucher in der Zone unter anderem Pyrotechnik, Messer, Schutzwesten, Protektoren, Helme, Boxer-Mundschutz und durchstichhemmende Handschuhe. Verboten ist außerdem alles, was das Vermummen erleichtert: Sturmhauben, Masken (außer medizinischen), Schlauchschals, Einwegoveralls und Kapuzen mit integrierter Brille.
Die Stadt begründet das mit der Gefahr eines hohen Gewaltpotenzials. Die aufgezählten Gegenstände seien geeignet, Menschen zu verletzen, Sachen zu beschädigen oder die Feststellung der Identität zu verhindern.
Wo die Verbotszone liegt
Der Bereich umschließt das Stadion weiträumig. Er reicht vom Lennéplatz über die Parkstraße bis zur Zinzendorfstraße, von dort über die Lingnerallee zur Grunaer Straße und weiter bis zum Straßburger Platz, zurück über die Lennéstraße zum Lennéplatz. Die vollständige Allgemeinverfügung steht im elektronischen Amtsblatt vom 15. Oktober unter www.dresden.de/amtsblatt.
Umwege bei der Anreise mit Bus und Bahn
Wer mit der Bahn zum Spiel will, sollte mehr Zeit einplanen. Wegen einer Großbaustelle am Pirnaischen Platz, wo die DVB noch bis zum 24. Oktober eine seit dem Carolabrücken-Einsturz ungenutzte Gleiskreuzung ausbaut, fahren mehrere Innenstadtlinien Umwege. Die Linien 1, 2 und 9 sind zwischen Straßburger Platz und Postplatz großräumig über Lennéstraße und Hauptbahnhof umgeleitet, die Linie 10 fährt nur bis Tolkewitz, und die Linie 12 fällt aus, ersatzweise fahren Busse der Linie EV12. Die DVB rät ausdrücklich, den Bereich am Spieltag zu meiden (mehr zur Baustelle hier).