Ein Schauspieler steht auf der Bühne. Er spricht, bewegt sich und folgt dabei den Vorgaben einer Künstlichen Intelligenz. Was die beiden zusammen produzieren, überrascht das Publikum und Forschende gleichermaßen. Genau dieses Experiment war der Kern des Kunstprojekts „The Answering Machine". Vier Jahre lang haben Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden gemeinsam mit Partnern aus Zürich, Stuttgart und Tübingen untersucht, wie Menschen und KI gemeinsam kreativ werden können. Die VolkswagenStiftung hat das Projekt finanziert.
Gestartet ist das Team mit einfachen Chatbots, also Computerprogrammen, die Texte schreiben und auf Fragen antworten. Die Ergebnisse auf der Bühne waren damals noch holprig. "Wir starteten mit klassischen Chatbots, die zum Beispiel in den Demo-Performances sehr kreative, aber doch oft abwegige Dialoge produzierten", sagt Stefan Scherbaum, Professor für Methoden der Psychologie und Kognitive Modellierung an der TU Dresden.
Abschluss mit öffentlichem Publikum in Dresden
Am 25. und 26. März 2026 endet das Projekt mit einem internationalen Symposium im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Der Titel lautet "Teaming Up with Generative AI: From Tool Use to Partnership". Wissenschaftler, Künstler und Praktiker aus vielen Fachbereichen kommen dort zusammen. Ihre gemeinsame Frage: Wie kann KI nicht den Menschen ersetzen, sondern seine Fähigkeiten erweitern?
Wer selbst erleben möchte, wie Mensch und KI auf der Bühne zusammenwirken, hat dazu bei drei öffentlichen Veranstaltungen rund um das Symposium Gelegenheit. Die Aufführungen finden auf Deutsch statt.
Termine:
24.3.2026, 20 Uhr Projekttheater Dresden "Humanize Me“ (Tickets)
26.3.2026 19.30 Uhr Hygienemuseum "Erinnerungen an meine Zeit als Mensch“, inkl. Paneldiskussion (Ausverkauft, eventuell noch Restkarten)
27.3.2026 19.30 Uhr Kulturhafen Dresden "Von der Wiege bis zur Bahre - Chatbots, Agents, Avatare“ (Tickets)
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