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Bühnenauftritt mit KI: Besonderer Abschluss eines Forschungsprojekts

Forschende der TU Dresden und ihre Partner erforschten vier Jahre lang, wie Menschen und KI gemeinsam kreativ werden können.
Eine Schauspielerin, eine KI, ein Dialog: Bei "The Answering Machine" liefert die Maschine die Worte – der Mensch gibt ihnen Stimme und Körper. © Theater Stupid Lovers/Ken Werner
Von: Wissensland
Ein Schauspieler, eine KI und eine Bühne: Dresdner Forschende haben vier Jahre lang erprobt, was entsteht, wenn Mensch und Maschine gemeinsam improvisieren. Das Ergebnis überraschte selbst das Wissenschaftsteam. Beim Abschlusssymposium im Deutschen Hygiene-Museum Dresden können Interessierte die Ergebnisse erleben.

Ein Schauspieler steht auf der Bühne. Er spricht, bewegt sich und folgt dabei den Vorgaben einer Künstlichen Intelligenz. Was die beiden zusammen produzieren, überrascht das Publikum und Forschende gleichermaßen. Genau dieses Experiment war der Kern des Kunstprojekts „The Answering Machine". Vier Jahre lang haben Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden gemeinsam mit Partnern aus Zürich, Stuttgart und Tübingen untersucht, wie Menschen und KI gemeinsam kreativ werden können. Die VolkswagenStiftung hat das Projekt finanziert.

Gestartet ist das Team mit einfachen Chatbots, also Computerprogrammen, die Texte schreiben und auf Fragen antworten. Die Ergebnisse auf der Bühne waren damals noch holprig. "Wir starteten mit klassischen Chatbots, die zum Beispiel in den Demo-Performances sehr kreative, aber doch oft abwegige Dialoge produzierten", sagt Stefan Scherbaum, Professor für Methoden der Psychologie und Kognitive Modellierung an der TU Dresden.

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Dann kam ChatGPT – und alles änderte sich

Ende 2022 erschien ChatGPT. Das KI-Programm konnte auf einmal viel flüssiger schreiben, Zusammenhänge besser verstehen und überzeugendere Dialoge führen. Für das Projekt war das ein Wendepunkt. "Wir durften live miterleben, wie sich die Technologie von Woche zu Woche verbesserte und uns so im Projekt Fortschritte und Interaktionsszenarien ermöglichte, an die niemand zu Projektbeginn zu denken gewagt hätte", erinnert sich Scherbaum.

Plötzlich war es möglich, die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine auf eine Art zu untersuchen, die vorher undenkbar gewesen wäre. Der Forscher sieht darin einen besonderen Glücksfall. "Es war ein Privileg, in genau dieser Zeit zu diesem Thema forschen zu dürfen und an den Entwicklungen hautnah teilhaben zu dürfen." Viele Fachleute vergleichen die Bedeutung von KI heute mit der Erfindung des Buchdrucks – eine Technologie, die verändert, wie Menschen denken, lernen und zusammenarbeiten.

Abschluss mit öffentlichem Publikum in Dresden

Am 25. und 26. März 2026 endet das Projekt mit einem internationalen Symposium im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Der Titel lautet "Teaming Up with Generative AI: From Tool Use to Partnership". Wissenschaftler, Künstler und Praktiker aus vielen Fachbereichen kommen dort zusammen. Ihre gemeinsame Frage: Wie kann KI nicht den Menschen ersetzen, sondern seine Fähigkeiten erweitern?

Wer selbst erleben möchte, wie Mensch und KI auf der Bühne zusammenwirken, hat dazu bei drei öffentlichen Veranstaltungen rund um das Symposium Gelegenheit. Die Aufführungen finden auf Deutsch statt.


Termine: 
24.3.2026, 20 Uhr Projekttheater Dresden "Humanize Me“ (Tickets
26.3.2026 19.30 Uhr Hygienemuseum "Erinnerungen an meine Zeit als Mensch“, inkl. Paneldiskussion (Ausverkauft, eventuell noch Restkarten
27.3.2026 19.30 Uhr Kulturhafen Dresden "Von der Wiege bis zur Bahre - Chatbots, Agents, Avatare“ (Tickets

KI-Forschung · TU Dresden · Künstliche Intelligenz · The Answering Machine · ChatGPT · Bühnenperformance · Mensch-Maschine-Interaktion · Deutsches Hygiene-Museum

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