Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, hat für einen Dialog der Generationen über die Vergangenheit plädiert. Die in den Stasi-Unterlagen dokumentierte Geschichte sei eine große Chance, langfristig für Demokratie und Menschenrechte zu sensibilisieren, heißt es im letzten Tätigkeitsbericht des früheren DDR-Oppositionellen, den er am Freitag in Berlin vorstellte. Das Stasi-Unterlagen-Archiv, das der Friedlichen Revolution in der DDR zu verdanken sei, könne dabei helfen. Bewahrt würden Dokumente begangenen Unrechts, aber auch Zeugnisse des Freiheitswillens.
Die Stasi-Unterlagen-Behörde wird bis zum Sommer aufgelöst und das Archiv mit Millionen Akten der DDR-Staatssicherheit wird Teil des Bundesarchivs. Rund 1300 Mitarbeiter werden übernommen. Jahns Amtszeit endet im Juni. Das Stasi-Unterlagen-Gesetz gilt weiter. Der scheidende Bundesbeauftragte unterstrich: «Die Akten bleiben offen.» Nach dem Mauerfall hatten mutige Bürgerrechtler einen großen Teil der Unterlagen der DDR-Staatssicherheit vor der Vernichtung gerettet.