Der elektrische Hoffnungsträger ID.3 ist bei den ersten Kunden - nun will Volkswagen auch das Anschlussmodell ID.4 so rasch wie möglich an den Start bringen. Der kompakte SUV ist der nächste Vertreter einer Reihe, die den Konzern in den kommenden Jahren neu ausrichten soll. E-Mobilitäts-Vorstand Thomas Ulbrich und VW-Kernmarken-Chef Ralf Brandstätter wollen am Donnerstag weitere Details zu den Plänen sowie zur Strategie hinter dem ID.4 erklären.
Die Produktion des Wagens ist Ende August im Werk Zwickau angelaufen. An dem sächsischen Standort wird seit November 2019 auch der ID.3 gefertigt. Das Mittelklasse-Auto wird inzwischen verkauft, es liegt jedoch hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Wegen Problemen mit der Software-Ausstattung müssen die Kunden im Winter außerdem noch Updates nachladen, danach sollen alle Funktionen voll verfügbar sein.
Beim ID.4 ist die offizielle Vorstellung noch für den September geplant. Im vierten Quartal soll dann der Marktstart sein - es könnte möglicherweise auch Anfang 2021 werden, ist aus Konzernkreisen zu hören. Volkswagen will das Modell in Europa, China und später auch in Nordamerika bauen und verkaufen. Der Hochlauf des Elektro-SUVs solle «die E-Mobilität aus der Nische ins Volumen holen». Das Auto basiert wie der ID.3 auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB). Die Plattform soll einheitliche Technik für verschiedene Modelle liefern und durch die Verwendung gleicher Teile in großen Mengen zudem Kosten sparen.