Wer in Sachsen auf dem Land wohnt, muss für seinen Strom etwas mehr Geld ausgeben als Verbraucher in den Städten. Nach Berechnungen des Vergleichs- und Vermittlungsportals Check 24 zahlen Städter im landesweiten Durchschnitt rund 1281,51 Euro bei einem Jahresverbrauch von 4250 Kilowattstunden. Im ländlichen Raum liegt der Preis 1290,56 Euro, also etwa 9 Euro höher. Im bundesweiten Schnitt liegt die Stadt-Land-Differenz beim Strompreis bei rund 25 Euro.
Den höchsten Preisunterschied gebe es in Mecklenburg-Vorpommern, wo Haushalte auf dem Land für 4250 Kilowattstunden durchschnittlich 117 Euro mehr zahlten als in der Stadt. Das sei ein Preisplus von 9 Prozent. In Schleswig-Holstein müssten Haushalte im ländlichen Raum knapp 80 Euro mehr zahlen. In den meisten anderen Bundesländern sei das Gefälle beim Strompreis geringer. Nur in Hessen und Thüringen ist Strom der Analyse zufolge in der Stadt leicht teurer.
Ein Grund für die Preisunterschiede seien die Netznutzungsentgelte, betonen die Marktbeobachter von Check24. Sie machen rund ein Viertel des Strompreises aus. In weniger stark bewohnten Gebieten würden die Kosten auf weniger Einwohner verteilt und fielen deshalb pro Haushalt höher aus.