Der Solarhersteller Meyer Burger will seine Kapazitäten in Europa im Gigawatt-Maßstab ausbauen. Diesen Monat habe man sich beim Innovation Fund der EU um eine Förderung im dreistelligen Millionenbereich beworben, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dabei gehe es sowohl um die Produktion von Solarzellen als auch von Solarmodulen in mehreren europäischen Ländern. Nähere Angaben zu möglichen Standorten wurden auf Nachfrage nicht gemacht. Eine Entscheidung werde im Sommer erwartet, hieß es.
Meyer Burger mit Sitz im schweizerischen Thun betreibt in Deutschland Produktionsstätten in Thalheim (Sachsen-Anhalt) sowie Freiberg und Hohenstein-Ernstthal (Sachsen). Zudem soll in Goodyear in den USA eine Modulfertigung aufgebaut werden, die Zellen dafür sollen in Thalheim hergestellt werden. Und das in größerem Umfang als bisher geplant. Nach Unternehmensangaben wird die Kapazität des US-Werkes mit 2,0 statt 1,6 Gigawatt größer ausfallen als bisher geplant. Das erfordere nennenswerte Investitionen in neue Anlagen in Thalheim, hieß es. Finanziert werden sollen die Investitionen weitgehend durch Vorauszahlungen der Kunden, mit denen Abnahmevereinbarungen über mehrere Jahre geschlossen wurden.