Millionen für die Lausitz: Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat nach Angaben drei sächsischer Abgeordneter den Weg für ein neues Forschungszentrum mit Hauptsitz in Bautzen freigemacht. Der Bund stelle für das Bundesbauforschungszentrum «LAB - Living Art of Building» insgesamt 68,6 Millionen Euro zur Verfügung, teilten die Abgeordneten Paula Piechotta (Grüne), Torsten Herbst (FDP) und Kathrin Michel (SPD) am Freitag mit. Das habe der Haushaltsausschuss, dem alle drei angehören, in seiner Bereinigungssitzung in der Nacht beschlossen.
Das neue Bundesforschungszentrum soll den Angaben nach zum ressourcenschonenden und klimaneutralen Bauen der Zukunft forschen. Nach Angaben der Stadtverwaltung Bautzen werden durch das LAB mehr als 1200 Arbeitsplätze in den Bereichen Wissenschaft und Technik entstehen.
Das zuständige Landesministerium für Regionalentwicklung teilte auf Anfrage mit, dass der Freistaat 450 Millionen Euro als Investitionen in die Einrichtung des LAB in Sachsen in Aussicht gestellt habe. Nach Angaben eines Sprechers soll das Geld aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen bereitgestellt werden. Diese seien für den sächsischen Teil des Lausitzer Reviers, also die Landkreise Bautzen und Görlitz, vorgesehen.