Sachsen und Sachsen-Anhalt kritisieren die Pläne der Bundesregierung für den Bau neuer Gaskraftwerke - insbesondere den sogenannten Südbonus. Das Vorhaben gehe zwar grundsätzlich in die richtige Richtung, weise aber «erheblichen Schönheitsfehler zu Lasten Ostdeutschlands» auf, erklärte Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann (SPD).
Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten und künftig in sogenannten Dunkelflauten mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie einspringen. Bis zu zwei Drittel der Kapazitäten sollen im «netztechnischen Süden» entstehen, ein Drittel im Rest Deutschlands, zu dem der gesamte Osten gehört.