Die konjunkturelle Lage hat sich in der sächsischen Wirtschaft nach dem Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges spürbar eingetrübt. Der starke Anstieg der Energie- und Kraftstoffpreise nach den jüngsten geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten habe die ohnehin fragile wirtschaftliche Stimmung weiter belastet und bestehende Erholungshoffnungen zunichtegemacht. Das ist das Fazit der aktuellen Frühjahrskonjunkturumfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern, an der sich den Angaben nach 1.697 Unternehmen mit mehr als 82.000 Beschäftigten beteiligten.
Viele Firmen sehen sich der Umfrage zufolge mit steigenden Kraftstoffpreisen, hohen Arbeitskosten, verhaltener Nachfrage und anhaltender Unsicherheit konfrontiert. Das führe zu einer angespannten Liquiditätslage: Kostenkontrolle dominiere die unternehmerischen Entscheidungen und geplante Investitionen würden vielerorts erneut zurückgestellt, hieß es. 29 Prozent der befragten Firmen planten mit sinkenden Budgets. Kapazitätserweiterungen seien nur noch in jedem fünften Unternehmen vorgesehen.