Die Ankündigung kam nicht überraschend, trotzdem ist das Entsetzen groß: Meyer Burger, Hersteller von Solarmodulen, bereitet die Schließung seines Werks im sächsischen Freiberg vor. Wegen des sich verschlechternden europäischen Marktumfelds sei die Produktion in der Region nicht mehr rentabel, teilte das Schweizer Unternehmen am Freitag mit. Sollten in der deutschen Fabrik die Lichter ausgehen, könnte die Abhängigkeit von chinesischen Herstellern im Solarbereich weiter wachsen. Die Landespolitik reagiert alarmiert - und fordert Unterstützung von der Bundesregierung.
Droht erneuter Solar-Kahlschlag?
Nach dem Kahlschlag in der Solarindustrie in den 2010er Jahren hatten in Sachsen und Sachsen-Anhalt wichtige Teile der Wertschöpfungskette überlebt. Doch nun stehen erneut Jobs auf der Kippe, 500 Menschen sind derzeit in Freiberg beschäftigt. Meyer Burger hat ein schrittweises Vorgehen angekündigt: Zunächst werde die Produktion in der ersten Märzhälfte eingestellt. Davon verspreche sich das Unternehmen erhebliche Einsparungen ab April. Die Schließung soll dann Ende April in Kraft treten.