Der angeschlagene Schweizer Solarhersteller Meyer Burger erwartet eine steigende Produktionsmenge von Solarmodulen in der zweiten Jahreshälfte. Das Volumen werde mit der für Ende des Jahres geplanten Inbetriebnahme der zweiten Produktionslinie in Goodyear (Arizona, USA) deutlich steigen, teilte das Unternehmen mit. Dies werde sich aufgrund langfristiger Abnahmeverträge im zweiten Halbjahr positiv auf den Umsatz auswirken. Außerdem wurde ein Berater mit der Erstellung eines Sanierungsgutachtens beauftragt.
Die flüssigen Mittel des Unternehmens beliefen sich den Angaben zufolge Ende Juni auf 158,6 Millionen Franken. Am 30. September betrugen sie 83,4 Millionen Franken.
Bekenntnis zu Thalheim und Hohenstein-Ernstthal
Im Juni hatte Meyer Burger die erste Fertigungslinie zur Produktion von Solarmodulen in Arizona gestartet. Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme der zweiten Linie seien in vollem Gange, hieß es. Die für die Modulproduktion benötigten Solarzellen werden in Thalheim (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) produziert und auch weiterhin von dort geliefert.
Das Unternehmen bekannte sich bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen zu den Standorten in Deutschland. Thalheim bleibe «für die Versorgung mit Solarzellen zentral» und auch der Technologiestandort Hohenstein-Ernstthal (Landkreis Zwickau) solle «für die zukünftige Weiterentwicklung der Technologie erhalten bleiben». Die Verschlankung in der Konzernstruktur werde aber zu einer Reduzierung der weltweiten Mitarbeiterzahl von rund 1050 auf voraussichtlich 850 bis Ende des Jahres 2025 führen. Dem überproportionalen Abbau in Europa stehe dabei ein Aufbau in den USA gegenüber.