Die Pläne der Bundesregierung, den Abschuss von auffälligen Wölfen zu vereinfachen, stoßen bei Berufsschäfern auf Zustimmung. «Das ist für uns eine enorme Erleichterung», sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Berufsschäfer, Günther Czerkus, der Deutschen Presse-Agentur. «Das wird den Abschuss von Problemwölfen deutlich nach vorne bringen.» Die Politik schöpfe mit dem Gesetzentwurf aus, was rechtlich derzeit möglich sei.
Der Entwurf soll an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett beraten werden. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatten darüber monatelang gestritten, zuletzt hatte das Kanzleramt vermittelt. Wölfe breiten sich seit der Jahrtausendwende wieder in Deutschland aus und greifen immer wieder auch Schafe und andere Nutztiere an.
«Wir Schäfer begreifen uns nicht als Jäger des Wolfes, sondern als Hüter unserer Schafe», betonte Czerkus. Zum Schutz der Tiere gehöre nun mal auch, dass Wölfe, «die sich nicht an die Spielregeln halten», geschossen werden müssten.