Die Wasserversorgung in der Lausitz und nachfolgend auch in Berlin wird zu einer Jahrhundertaufgabe mit noch nicht abschätzbaren Kosten. Um nach dem Ende des Braunkohleabbaus einen selbstregulierenden Wasserhaushalt hinzubekommen, kann es Jahrzehnte oder sogar 100 Jahre dauern, sagte Regina Heinecke-Schmitt, Abteilungsleiterin im sächsischen Umweltministerium, bei einer Tagung der Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster, Lausitzer Neiße in Dresden.
Gesamtkosten lassen sich noch nicht abschätzen
Laut Heinecke-Schmitt lässt sich derzeit nicht abschätzen, was das am Ende kostet. Derzeit laufende Machbarkeitsstudien seien durch die Länder Brandenburg, Berlin und Sachsen finanziell abgesichert. Dafür stünden 1,6 Millionen Euro bereit. Eine Studie zum Grundwassermodell werde gemeinsam mit dem Bund finanziert und sei auf neun Millionen Euro veranschlagt. 70 Prozent davon trage der Bund, je 15 Brandenburg und Sachsen, sagte Anke Herrmann, Abteilungsleiterin im zuständigen Brandenburger Ministerium.
Machbarkeitsstudie zum Elbe-Überleiter in die Spree
Eine Machbarkeitsstudie läuft derzeit zu einem möglichen Überleiter von der Elbe in die Spree. Es gebe allerdings Sorgen etwa beim Hamburger Hafen, ob man auf dem Trockenen sitzt, wenn Wasser aus der Elbe abgeleitet wird, hieß es. Die Machbarkeitsstudie für den Elbe-Überleiter sei nur ein Baustein des wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzepts, das in etwa zwei bis drei Jahren vorliegen soll. «Wir sind sehr daran interessiert, dass das schnell geht», sagte Heinecke-Schmitt.