Die sächsische Hotel- und Gastronomiebranche dringt auf Öffnungsperspektiven in der kommenden Corona-Verordnung. Die Betriebe müssten dringend öffnen, um überhaupt eine wirtschaftliche Perspektive zu haben, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Sachsen, Axel Klein, am Mittwoch. «Die Unternehmen sehen jeden Tag dabei zu, wie ihr Konto schrumpft.»
Überall seien die Hotels offen, obwohl die Inzidenzen und Bettenbelegungen in den umliegenden Bundesländern ähnlich seien, kritisierte Klein. «Die Unternehmer gucken von Oberwiesenthal aus zu, wie nebenan Ski gefahren wird oder wie die Leute in die anderen Bundesländer fahren, um Urlaub machen zu können.»
In Sachsen dürfen Hotels gemäß der geltenden Verordnung keine Touristen aufnehmen. Restaurants dürfen Geimpfte und Genesene bis 20 Uhr bewirten. «Wir brauchen eine Öffnung bis mindestens 22 Uhr», sagte Klein.
Den Vorstoß der Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU), die sich für eine Öffnungsperspektive von Kultur und Tourismus einsetzt, bewertete Klein positiv. Ob es tatsächlich zu Öffnungen kommt, steht allerdings noch nicht fest.