Trotz Kritik hält das tschechische Verkehrsministerium an seinen Bemühungen fest, die Schiffbarkeit der Elbe bis hin zur Grenze zu Sachsen zu verbessern. Die zuständige Wasserstraßendirektion RVC hat nun ein neues Gutachten zur Prüfung der Umweltverträglichkeit eines solchen Vorhabens in Auftrag gegeben. Das teilte ein Sprecher des Ministeriums in Prag mit. Dabei gehe es um den Abschnitt der Elbe zwischen Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) und der Staatsgrenze zu Deutschland.
Demnach sollen mehrere Varianten und ihre Auswirkungen geprüft werden: sowohl der Bau einer Staufstufe als auch die Errichtung mehrerer Staustufen sowie Alternativen wie der Einsatz von Schiffen mit niedrigem Tiefgang. «Die effektivste Lösung wäre der Bau einer einzigen Staustufe, der Staustufe Decin, am Stadtrand von Decin», hieß es seitens des Ministeriums. Ziel sei es, für Güter- und Personenschiffe eine Fahrrinnentiefe von 140 Zentimetern an mehr als 345 Tagen zu garantieren. An mehr als 180 Tagen eines Durchschnittsjahres sollen es sogar 220 Zentimeter sein.