Die Bauunternehmen in Ostdeutschland beklagen eine steigende Belastung durch Bürokratie. Dies gehe so weit, dass Firmen auf die Teilnahme an Ausschreibungen verzichteten, weil sie den bürokratischen Aufwand scheuten, teilte der Bauindustrieverband Ost (BIVO) mit. Der Verband fasste die Ergebnisse einer Umfrage zur Bürokratiebelastung in einem «Schwarzbuch» zusammen.
Demnach gaben 60 Prozent der Firmen an, dass sie sich nicht an Ausschreibungen beteiligt haben, weil ihnen die bürokratischen Hürden zu hoch waren. BIVO-Hauptgeschäftsführer Robert Momberg nannte das alarmierend. «In Zeiten von Wohnraummangel und einer maroden Infrastruktur zeigt dies, dass die Bürokratie nicht nur Projekte blockiert, sondern auch dringend benötigte Baukapazitäten ungenutzt lässt.»