Die sächsische CDU bläst zur Jagd auf den Wolf. Zumindest drängen Politiker der Union auf eine Reduzierung des Bestandes im Freistaat. SPD-Spitzenkandidatin und Sozialministerin Petra Köpping reagierte am Freitag umgehend auf Äußerungen aus der Union, über die «Sächsische.de» am selben Tag berichtete. Demnach will es die CDU für die kommende Legislatur zur Bedingung machen, dass die Zahl der Wölfe jährlich um ein Drittel reduziert wird. «Beim Wolf braucht es vernünftige, unideologische Lösungen. Die Entnahme von Wölfen, die eine Gefahr darstellen, muss einfacher werden», forderte auch Köpping. Feste Quoten würden aber keinen Sinn machen. Mit dem Begriff Entnahme ist Abschuss gemeint.
«Wenn es ein objektives Problem gibt, muss es schnell und unbürokratisch möglich sein, den Wolf zu entnehmen. So ist es gerade eben nicht. Deshalb müssen wir es ändern», erklärte Köpping. Zugleich warne sie vor einer Polarisierung: «Wir müssen das Problem sachlich lösen. Es schadet dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, mit möglichst provokanten Forderungen das nächste Konfliktthema aufzumachen. Nach der Devise: Hauptsache Streit. Da kann man vielleicht die Grünen mit ärgern, aber die allermeisten Sachsen wünschen sich hier eine pragmatische Politik. Und das sollten wir tun.»