Die Borkenkäfer-Situation in Sachsens Wäldern bleibt angespannt. Ungünstig sei das frühe Ausschwärmen der Borkenkäfer infolge der warmen Witterung Ende März gewesen, sagte Renke Coordes vom Staatsbetrieb Sachsenforst der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Dadurch bestehe die Gefahr, dass sich bis zu drei Generationen der Käfer bis zum Herbst bildeten und dies eine massenhafte Vermehrung zur Folge haben könnte.
Nach Angaben des Umweltministeriums schreitet die Entwicklung der Bruten voran. «Inzwischen haben sich bis in das untere Hügelland aus den abgelegten Eiern bereits Jungkäfer der ersten Generation entwickelt, während in den oberen Lagen des Erzgebirges noch Larvenstadien in den Brutbildern vorherrschen», sagte ein Ministeriumssprecher. Die Menge des befallenen Holzes sei im Vergleich zum Vorjahr aber nur leicht gestiegen.
Derzeit wird laut Coordes eine hohe Aktivität der Käfer in großer Anzahl beobachtet. Zudem seien insbesondere im Erzgebirge und Vogtland sowie teils in anderen Regionen immer noch viele ältere Fichten vorhanden, die potenziell durch eine Massenvermehrung von Borkenkäfern bedroht seien.