Ziel erreicht! Nach unserem Besuch vor einem Jahr im Heiderand schrieb ich: „Dass es Petit fours im Heiderand gibt, ist – zusammen mit den Küchengrüßen, die als Einstimmung und Brot auf der Karte stehen – ein Wink mit dem Zaunspfahl, wo die Reise hingehen soll: ein Michelin-Stern, das wäre doch fein!“ Die Michelin-Inspektoren konnten sich für diese Idee auch begeistern, sie verliehen dem Haus die begehrte Auszeichnung und machten das Heiderand zum jüngsten Dresdner Sterne-Restaurant. Was sich seitdem für die Gäste geändert hat? Nichts! Gleiches Lächeln beim Koch, der – wennimmer es zeitlich passt – die Gänge mit an den Tisch bringt, gleiche Kreativität und Qualität auf den Tellern, gleiche Preise beim Menü. Ist das nicht fabelhaft?
Die Geschichte des Abends zu erzählen, fällt also einerseits leicht, denn wenn das gesamte Team gut gelaunt ist, unverkrampft mit den Gästen kommuniziert, aufmerksam das Wasser nachgießt und im Ernstfall lieber schnell nachschaut, wenn Fragen zum Wein oder zur alkoholfreien Begleitung gestellt werden, anstatt Unsinn zu erzählen, dann macht das einfach Spaß. Wenn das Essen zwischen den Erzählungen mit unprofessionellen Lautäußerungen wie „Hmm”, „Wow” oder kaum hörbarem ZungeüberdieLippenstreifen kommentiert wird, könnte eine vertiefende Betrachtung den Zauber des Abends doch glatt zerstören.