Nicht nur die deutschen Athleten hoffen auf Erfolge bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Mailand und Cortina, auch für zwei wissenschaftliche Institute wird das Abschneiden der Sportler zum Gradmesser. «Die Winterspiele sind ein Grund, sehr erfolgreich zu sein. Wir wollen die im Wintersport führende Position halten», sagte Michael Nitsch, Direktor des Institutes für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) 16 Tage vor der Eröffnungsfeier. Gemeinsam mit dem Institut für angewandte Trainingswissenschaft (IAT) sollen die Sportler bestmöglich ausgestattet das Großereignis angehen können.
«Für mich ist es sehr wichtig, das FES an meiner Seite zu haben. Sie sind Dominator, das liegt auch am Material und dem FES-Team», sagte Bob-Olympiasiegerin Lisa Buckwitz, die vom FES einen eigenen Schlitten erhalten hat.
Neue Schlitten für die Skeletonis
Dabei werden die Sportler nicht nur mit Material und Trainingsplänen ausgestattet, die Ingenieure stehen bei den Wettbewerben auch an der Strecke und können Veränderungen vornehmen. Innerhalb des olympischen Zyklus wurde an den Trainingsinhalten und Sportgeräten gearbeitet.
So werden die Skeletonis bei Olympia «im besten Fall von Kopf bis Fuß neu dastehen», sagte Bundestrainer Christian Baude. Neue Schlitten werden noch vor den Spielen getestet, kommen dann aber erstmals bei den Olympischen Rennen zum Einsatz. Eine Taktik, die bei den Olympischen Spielen in Peking bereits aufgegangen war. Zwei Goldmedaillen und eine silberne waren die Ausbeute in den zwei Wettbewerben.
Hochleistungssport Katalysator für die Gesellschaft
Düstere Wolken tauchen aber auch bei den Medaillenschmieden auf aufgrund unsicherer Fördersummen durch die Bundesregierung, die laut Nitsch Kürzungen bei Leistung und Personal nach sich ziehen würden: «Dann wird die Medaillenzahl weiter sinken.»