Es ist für ihn eine schwere Niederlage, fühlt sich dennoch wie eine Erleichterung an. Seit nunmehr drei Jahren saß Dirk Jordan regelmäßig vor Gericht.
Das hat nun ein Ende. Denn der Gerichtsprozess gegen den deutschlandweit bekannten Dresdner Schach-Organisator Dirk Jordan gilt seit dem 27. April 2026 offiziell als beendet. Vor dem Landesgericht Dresden wurde der 69-Jährige am Montag zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Die Strafe wird für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt.
Die mitangeklagte Martina Jordan wurde zu einer Geldstrafe von 200 Tagessätzen zu je 40 Euro verurteilt. Zudem trägt Dirk Jordan zu fünf Sechsteln die Prozesskosten, Martina Jordan die Kosten ihrer Berufung zu zwei Dritteln.
Jordan sitzt in schwarzem Sakko, dunklen Jeans und weißem Hemd auf der Anklagebank, seine Finger reiben unruhig ständig aneinander. Er nimmt das Urteil scheinbar reglos an. Doch in ihm arbeitet es unaufhörlich. Denn es geht auch um den bislang untadeligen Ruf des Schach-Organisators, der 2008 mit der Schacholympiade das Großereignis schlechthin im Königlichen Spiel nach Dresden geholt hatte. Sein Renommee ist nun mindestens angekratzt.