In manchen Fällen gibt es kaum etwas Schöneres als Schadenfreude. «Der herrliche Duft eines Auswärtssieges», teilte RB Leipzig nach dem 2:1 beim 1. FC Heidenheim in den sozialen Medien mit. Es war eine gelungene Anspielung auf einen dümmlichen Akt, der selbst in der anderthalb Jahrzehnte währenden Historie der Anfeindungen gegen das Konstrukt RB ein Novum darstellte. Vor dem Spiel war von Sympathisanten des Bundesliga-Neulings offenbar Buttersäure im Gästeblock verschüttet worden, was Teile des Stadions in den unliebsamen Duft von Erbrochenem hüllte.
Das nervte selbst Heidenheims Schon-immer-Trainer Frank Schmidt, der sein Amt auf der Ostalb schon vor der Gründung von RB angetreten hatte. «Da fehlt mir jegliche Form des Verständnisses», sagte der 50-Jährige. Seiner Auffassung nach fehle es manchen Leuten an Intelligenz. «Jeder kann bei uns eine Meinung haben - auch zu RB Leipzig. Aber sowas? Da schäme ich mich für. Sowas gehört sich nicht.»