Bei der Siegerehrung wurde Benedikt Doll zumindest kurzzeitig zum Feierbiest. «Es fühlt sich wirklich gut an und macht Spaß, diesen Moment mit den Zuschauern zu teilen», sagte der 33-Jährige nach seinem Sprint-Erfolg zum Auftakt des Biathlon-Heimweltcups in Oberhof. Doll wurde zuvor von den tausenden Fans frenetisch bejubelt und imitierte mit einem breiten Grinsen mit seinen Ski eine Gitarreneinlage zum Stimmungshit «Der Zug hat keine Bremse». Fehlerfrei hatte Doll im ersten Rennen des neuen Jahres die starke norwegische Konkurrenz um den Zweiten Sturla Holm Laegreid und Endre Strömsheim auf Rang drei in die Schranken gewiesen.
Durch den sechsten Weltcup-Erfolg Dolls nahm der deutsche Party-Zug direkt wieder Fahrt auf - denn wenig später legte Franziska Preuß nach. Die 29-Jährige feierte am Freitag mit Platz zwei hinter der französischen Weltcup-Gesamtführenden Justine Braisaz-Bouchet ihr drittes Podium der Saison - nur 4,4 Sekunden fehlten zu ihrem ersten Weltcupsieg seit fünf Jahren. Insgesamt haben die deutschen Männer nun vier Siege und drei weitere Podestplätze auf dem Konto, bei den Damen sind es fünf Podien.