Der Doping-Fall um den früherer Dresdner Handball-Profi Nils Kretschmer nimmt immer größere Ausmaße an. Denn ein Gaudi-Spiel in Dresden hat für einen langjährigen Stammspieler des Zweitligisten HC Elbflorenz schwerwiegende Konsequenzen.
Kretschmer, der Dresden 2024 in Richtung Großwallstadt verlassen hatte, war einer Einladung des HC Elbflorenz zum 20. Vereinsjubiläum gefolgt und hatte dort am 14. Februar mit vielen verdienstvollen Ex-Akteuren ein sogenanntes Legendenspiel bestritten. Im Vorfeld und Rahmenprogramm des Zweitligaspiels zwischen dem HC Elbflorenz und Balingen-Weilstetten.
Das Problem dabei: Nils Kretschmer ist wegen eines Dopingvergehens seit Dezember 2024 suspendiert und von März 2025 bis Dezember 2028 vom Deutschen Handball-Bund gesperrt worden. Da Kretschmer an der Aufarbeitung seines Dopingvergehens aktiv mitgewirkt hat, wurde die Sperre um ein Jahr reduziert – bis zum 11. Dezember 2027.
Dass in dieser Sperre auch Spiele abseits des Wettkampfbetriebs inbegriffen sind, war weder Kretschmer noch dem HC Elbflorenz bewusst. Nach Informationen der Bild-Zeitung hat die Handball-Bundesliga (HBL) mittlerweile ein Schreiben an alle Erst- und Zweitligisten versendet, in dem steht: „Nils Kretschmer hat durch seine Teilnahme am Legendenspiel seines ehemaligen Vereins einen Verstoß gegen das Teilnahmeverbot während der Sperre gemäß Artikel 10.14.1 DHB-ADO begangen.“