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WM-Aus trifft Leipzigs Stürmer Werner hart

Timo Werner (r) jubelt mit Andre Silva (l). / Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild
Timo Werner (r) jubelt mit Andre Silva (l). / Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild

Schock-Diagnose für Timo Werner: Einen Tag nach dem umjubelten Einzug ins Achtelfinale der Champions League zerplatzten die WM-Träume des Stürmers von RB Leipzig. Der Fußball-Nationalspieler fällt aufgrund eines Risses des Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk für das in drei Wochen in Katar beginnende Turnier aus. Wie sein Club am Donnerstag mitteilte, ist Werner aufgrund der Verletzung bis Ende des Jahres nicht einsatzfähig. Über die Behandlungsmethode wird in den nächsten Tagen noch entschieden.

«Für mich ist das schwer zu ertragen», schrieb der 26 Jahre alte Werner im Internet bei Twitter: «Ich werde die nächsten Wochen ausfallen, werde die WM verpassen und @RBLeipzig und @DFB_Team leider von der Couch aus unterstützen müssen.» Zudem bedankte sich der gebürtige Stuttgarter noch für die vielen Genesungswünsche, die er schnell erhielt.

Auch Bundestrainer Hansi Flick meldete sich sofort - und bedauerte den Ausfall. «Diese Nachricht ist ganz bitter. Für Timo persönlich tut es mir sehr leid, weil er die WM verpasst, die er unbedingt spielen wollte», sagte Flick in einem vom Deutschen Fußball-Bund verbreiteten Statement. Auch für das Team sei «Timos Ausfall ein herber Verlust», betonte Flick: «Wir wünschen ihm jetzt alle, dass er schnell wieder fit wird.»

Werner war am Mittwoch beim 4:0 in Warschau gegen Schachtjor Donezk in der 14. Minute von Taras Stepanenko gefoult worden und musste wenige Minuten später ausgewechselt werden. Zunächst hatte es vonseiten des Clubs geheißen, dass die Verletzung möglicherweise nicht gravierend sei. Am Donnerstag unterzog sich Werner in Leipzig einer weiteren Untersuchung, welche die Schwere der Blessur offenbarte.

Für den 26-Jährigen ist die Nachricht in harter Schlag. Nach zwei eher enttäuschenden Jahren beim FC Chelsea war Werner im Sommer nach Leipzig zurückgekehrt. In einem gewohnten Umfeld, der Angreifer spielte schon von 2016 bis 2020 für die Sachsen, wollte Werner Spielpraxis und Selbstvertrauen für die WM sammeln. Bundestrainer Flick hatte den Transfer ebenfalls begrüßt und Werner als Bereicherung für die Bundesliga bezeichnet.

Zuletzt hatte er den Angreifer noch gegen Kritik verteidigt. «Timo Werner wird immer sehr kritisch gesehen. Er hat mit die meisten Tore in den letzten Spielen geschossen. Wenn das früher Miro Klose gemacht hätte, dann wären alle begeistert gewesen», sagte der Bundestrainer beim Internet-Sender MagentaTV.

In den vergangenen Wochen fand der Schwabe tatsächlich wieder zu seiner Form. Drei Tore in den vergangenen drei Ligaspielen sowie Treffer in der Champions League bei Celtic Glasgow und gegen Real Madrid freuten nicht nur den Spieler, sondern auch den nicht mit vielen Stürmern gesegneten Flick. Mit dem Aus von Werner könnten die Chancen des Bremers Niclas Füllkrug auf eine Teilnahme in Katar steigen. Der 29-Jährige ist mit neun Toren bester Stürmer der Bundesliga.

Flick nominiert seinen Kader für die WM-Endrunde in dem Golfemirat sowie das letzte Länderspiel vor Turnierbeginn am 16. November in Maskat gegen den Oman bereits am kommenden Donnerstag in Frankfurt am Main. Für die deutsche Nationalmannschaft beginnt das Turnier am 23. November mit dem Auftaktspiel gegen Japan. In der Gruppe E geht es zudem noch gegen Spanien und Costa Rica um den Einzug in die K.o.-Runde.

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