Mit einem Last-Minute-Transfer hat RB Leipzig einen langjährigen Wunschspieler doch noch bekommen. Kurz vor Ende der Wechselfrist an diesem Donnerstag verpflichtete der Champions-League-Starter den slowenischen Fußball-Nationalspieler Kevin Kampl. Der 26 Jahre alte Mittelfeldakteur habe einen Vertrag bis 2021 unterschrieben, teilte der Club aus Sachsen mit. Der Vize-Meister zahlt laut Medienberichten etwa 18 Millionen Euro. Der in Solingen geborene Kampl wäre damit der teuerste Einkauf in der Vereinsgeschichte.
Kampl war frühzeitig ein Favorit auf der Einkaufsliste von Ralf Rangnick, der diesen Coup nur wegen des Verkaufs von Oliver Burke nach West Bromwich Albion kurzfristig realisieren konnte. «Ich bin sehr froh, dass sich unsere Bemühungen gelohnt haben. Ich musste ihn damals schon schweren Herzens ziehen lassen, es war aus sportlicher Sicht nicht realisierbar», sagte der RB-Sportdirektor und lobte die «anarchische Art, Fußball zu spielen» bei Kampl. Schon vor zwei Jahren wollte Rangnick, der damals parallel noch Sportchef in Salzburg war, den agilen Spielmacher vom RB-Schwesterclub nach Sachsen lotsen. Doch Borussia Dortmund grätschte mit seinem Champions-League-Startrecht dazwischen und sicherte sich für 12 Millionen Euro die Dienste. Leipzig spielte damals nur in der zweiten Liga.