Bei der DFB-Konferenz am Mittwoch in Köln wollen die Regional- und Landesverbandspräsidenten den pikanten Fall um DFB-Vizepräsident Hermann Winkler möglichst abschließen. «Wir sind ein Fußballverband und wollen uns eigentlich um Fußball in der Region kümmern. Das hat Herr Winkler mit seinen Äußerungen etwas überlagert», sagte Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, der Deutschen Presse-Agentur: «Mir ist es wichtig, dass wir dieses Thema irgendwie abgeräumt bekommen - mit welchen Konsequenzen auch immer.»
Wie schwerwiegend die Konsequenzen für Winkler, der sich abschätzig gegenüber dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj geäußert hatte, persönlich werden, ist offen. «Es wird von uns keinen Antrag auf Abwahl geben und auch keine Rücktrittsforderung», sagte Sachsen-Anhalts Verbandschef Holger Stahlknecht, der Winklers Äußerungen «ungeschickt» nannte: «Die klaren Botschaften der Konferenz müssen sein: Zurückhaltung, sich der Vorbildfunktion bewusst sein, den Sport politisch nicht instrumentalisieren.»