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Sieglose Dresdner bereiten sich auf die Relegation vor

Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz. / Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz. / Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Nach dem 32. Spieltages der 2. Fußball-Bundesliga steht endgültig fest, dass Dynamo Dresden in die Abstiegsrelegation muss. Unabhängig vom Ausgang der verbleibenden beiden Partien werden die Sachsen diese Spielzeit auf dem 16. Tabellenplatz beenden. Gegen den Drittplatzierten der 3. Liga geht es am 20. und 24. Mai um Alles oder Nichts. In Dresden versucht man bereits jetzt Optimismus zu verbreiten.

Für wenige Minuten sah es am Samstag danach aus, als könnte Dynamo die drohenden Relegationsspiele zumindest noch aufschieben. «Ich habe von den Spielern verlangt, dass die Fans eine Mannschaft sehen, die will und lebt. Und das hat jeder sehen können», erklärte Trainer Guerino Capretti. Doch auch das 13. Saisontor von Christoph Daferner (73.) reichte beim 1:1 (0:0) gegen den SSV Jahn Regensburg nicht zum Befreiungsschlag. Kurz vor dem Abpfiff schlug Regensburgs Andreas Albers (88.) zurück. Nach der neuerlichen Punkteteilung, die zeitgleich das 15. sieglose Spiel in Serie bedeutete, ist der rettende Tabellenplatz 15 nicht mehr zu erreichen. Sieben Punkte Rückstand auf den SV Sandhausen sind in den zwei verbleibenden Spielen nicht mehr aufzuholen. Immerhin kann Dynamo seit Samstagabend auch nicht mehr direkt absteigen. Der FC Erzgebirge Aue verabschiedete sich als Tabellenvorletzter sang- und klanglos mit einem 0:6 (0:4) beim SV Darmstadt aus der 2. Bundesliga.

«Wir haben jetzt zwei Vorbereitungsspiele. Da müssen wir die Dinge so einstudieren, dass wir in der Lage sind, die Relegation zu gewinnen», erklärte Verteidiger Chris Löwe. Wenngleich auch in der 3. Liga noch zwei Spieltage offen sind, legte sich der 33-Jährige vorsichtig auf einen Gegner fest. «So wie es aussieht, wird es Kaiserslautern werden.» Unabhängig davon, gegen wen es in gut drei Wochen geht, muss Dynamo sich zuvor dringend ein Erfolgserlebnis verschaffen. Die Sieglos-Serie muss zwingend beendet werden - egal wie. Den Spielern und Verantwortlichen merkt man die Last der vergangenen Wochen und Monate mehr und mehr an, auch im Umfeld wird es zunehmend unruhiger.

Vor allem in der Offensive braucht die SGD mehr Durchschlagskraft. «Wenn wir in der gegnerischen Hälfte sind, müssen wir noch strukturierter agieren um uns mehr Torchancen zu erarbeiten», sagte Capretti. Immerhin stand die Defensive gegen Regensburg über weite Strecken gut. Im Grunde waren die Bayern nur zwei Mal wirklich gefährlich vor dem Tor der Dresdner. Dass dies für einen Punktgewinn reicht, ist aber auch bezeichnend. Von den Fans gab es nach dem Schlusspfiff nur ganz vereinzelt Pfiffe. Der Großteil applaudierte aufmunternd. Nach dem Heimspiel gegen Holstein Kiel (0:0) vor zwei Wochen sah das noch ganz anders aus. «Wir brauchen unsere Fans in den letzten Wochen. Das ist unser Faustpfand», erklärte Dresdens Sportchef Ralf Becker. Am Samstag kamen jedoch gerade einmal 20 376 Zuschauer in das über 30.000 Menschen fassende Rudolf-Harbig-Stadion. Eine Zahl, die vor Corona über viele Jahre undenkbar gewesen wäre.

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