Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Tschechien, Michael Kretschmer und Petr Fiala, haben sich nach der ersten Runde der Parlamentswahl in Frankreich besorgt gezeigt angesichts des erstarkenden Rechtspopulismus in Europa. Bei einem Besuch mehrerer Schauplätze des gemeinsamen Unesco-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří fanden sie deutliche Worte. «Populismus ist gefährlich, egal ob von rechts und links», sagte Fiala. Populismus könne keine strategischen Lösungen für die Probleme der Menschen bieten, sondern ziele nur auf deren Ängste. Es gehe aber darum, an die Zukunft zu denken, dass auch Kinder und Enkel noch gut leben können. Das schließe Lösungen ein, die vielleicht im Moment schwierig seien.
«Der Populismus ist nicht in der Lage, die Probleme der Menschen zu lösen, deshalb ist er gefährlich», betonte der tschechische Regierungschef. Populismus spalte die Gesellschaft und stelle eine Riesengefahr für die Sicherheit Europas und die Rolle im globalen Wettbewerb dar. Europa müsse deshalb Entscheidungen treffen, die seine Prosperität und Sicherheit gewährleisten. Dabei dürfe man nicht die Augen vor den Problemen und Nöten der Menschen verschließen.