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Kavaliershaus soll Informationszentrum werden

Ein Fahrradfahrer fährt durch den Pückler-Park in Bad Muskau. / Foto: Matthias Hiekel/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Ein Fahrradfahrer fährt durch den Pückler-Park in Bad Muskau. / Foto: Matthias Hiekel/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Das historische Kavaliershaus im Pückler-Park von Bad Muskau soll zu einem Besucher- und Informationszentrum für die gesamte Lausitz werden. «Das Kavalierhaus ist das größte Projekt, das wir in den vergangenen 30 Jahren anpacken, vom Umfang fast größer als der Wiederaufbau des Schlosses», erklärte Cord Panning, Geschäftsführer der Stiftung «Fürst-Pückler-Park Bad Muskau» am Montag. Man wolle in dem Zentrum die Geschichte der Region von der Eiszeit bis zu heutigen Themen wie Braunkohle, Glasindustrie, Strukturwandel und Klimaschutz spiegeln.

Nach Angaben der Stiftung sind für den Umbau 34 Millionen Euro veranschlagt. Davon sollen 20 Millionen Euro vom Freistaat und 14 Millionen Euro vom Bund kommen. «Baubeginn wird voraussichtlich 2023 sein. Die Bauausführung ist in den Jahren 2024 bis 2026 vorgesehen», teilte die Stiftung am Mittwoch mit. 2027 solle dann das Ausstellungskonzept umgesetzt werden. Ein Eröffnungstermin steht noch nicht fest.

Den Park hatte Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) als klassischen Landschaftsgarten angelegt. Er ist seit 2004 Unesco-Welterbe und erstreckt sich auf deutschem und polnischem Gebiet. Der «grüne Fürst» gilt als Begründer der modernen Landschaftsgestaltung mit Einflüssen, die über Europa hinaus bis nach Amerika reichten, heißt es auf der Website der Stiftung. Pücklersche Prinzipien seien nach wie vor aktuell. Mit seinen 1834 erschienenen «Andeutungen über Landschaftsgärtnerei» habe er ein bis heute vielzitiertes Lehrbuch geschaffen.

Das Kavalierhaus diente zu Pücklers Zeiten als Theater, in dem der Fürst mitunter auch selbst auftrat. Später wurde das Gebäude mehrfach umgebaut. Künftig wird es etwa 3500 Quadratmeter Präsentationsfläche aufweisen.

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