Die Bischöfe der evangelischen Landeskirche Sachsen und des Bistums Dresden-Meissen, Tobias Bilz und Heinrich Timmerevers, sehen im coronabedingt reduzierten Christfest die Chance zur Konzentration auf das Wesentliche. «Weihnachten ist nicht das Fest der selbstbewussten Macher, sondern derer, die sich ihre Ohnmacht eingestehen und sich trösten lassen», sagte Bilz laut Mitteilung am Mittwoch in Dresden. Er wünschte den Menschen, dass sie Frieden schließen mit der eigenen Begrenztheit und der der anderen und mahnte: «Wir brauchen einander.»
Die Weihnachtsgeschichte hat laut Bilz schon oft «für Momente himmlischen Friedens inmitten des Chaos» gesorgt. «Je dunkler der irdische Hintergrund, umso strahlender leuchtet der helle Morgenstern, der in diesem neugeborenen Kind seine unwiderstehliche Wirkung entfaltet.» In der Botschaft «Euch ist heute der Heiland geboren!» könnten die Menschen Trost und Zuversicht finden, wenn sie dafür offen seien. «Wir können nach neuer Orientierung suchen, nach Gott Ausschau halten», sagte er. «Das wird dazu führen, dass wir den Kopf heben, aufrecht gehen, eine neue Perspektive gewinnen und uns bewegen lassen.»