Gunda Röstel ist zur Präsidentin der 29. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EVLKS) gewählt worden. Doch der Weg dahin war alles andere als geradlinig: Die 64-Jährige hat am Samstag die Mehrheit der Stimmen des im März neu gewählten Kirchenparlaments im dritten Wahlgang erhalten. In den ersten beiden Wahlgängen war sie jeweils knapp an der nötigen Zweidrittelmehrheit gescheitert.
Vor dem dritten und entscheidenden Wahlgang zog sich ihr Herausforderer, der Oelsnitzer Anwalt Christoph Apitz, schließlich zurück. Röstel ist derzeit Geschäftsführerin der Dresdner Stadtentwässerung. Von 1996 bis 2000 war sie Bundessprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, später zog sie sich aus der Politik zurück. Sie führt die Landessynode als neue Präsidentin nun für einen Zeitraum von sechs Jahren.