Sachsens Juso-Vorsitzende Mareike Engel schließt sich der Kritik am Koalitionsvertrag von Union und SPD im Bund an. Der Vertrag beantworte nicht die derzeitigen zentralen Probleme der Gesellschaft, sagte Engel der Deutschen Presse-Agentur.
Sie kritisierte besonders die Vereinbarungen in den Bereichen Arbeit und Soziales. So könne man sich als Sozialdemokratie etwa nicht für eine Abkehr vom 8-Stunden-Tag aussprechen. Im Bereich Asyl und Migration sieht Engel zudem - wie bereits im Wahlkampf - rechte Narrative «ein Stück weit» fortgeschrieben.
Sie sei kein Fan von einem Bündnis aus SPD und Union, sagte Engel, die auch stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation ist. «Ich bin mir aber der Tragweite auch bewusst, die dieses Wahlergebnis mit sich bringt.» Man wolle der Partei Nachverhandlungen zu den strittigen Punkten vorschlagen.