Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder wollen Menschen mit Behinderungen besser in die Gesellschaft integrieren. «Wir wissen, dass eine Gesellschaft nur gerecht sein kann, wenn sie inklusiv ist», sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) vor Beginn der Ministerpräsidentenkonferenz in Leipzig. Über das Ziel sei man sich eigentlich in der ganzen Bundesrepublik einig.
Blick in die Realität zeigt Lücken auf
«Aber der Blick in die Realität zeigt eben, es gibt viele Stellen, an denen es sich lohnt, nachzuarbeiten», sagte Kretschmer. Kurz vor Beginn der Jahreskonferenz hatten sich die Regierungschefs mit den Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern bereits in Leipzig getroffen. Beraten wurde dabei insbesondere über die Umsetzung in den Bereichen Bildung und Arbeit sowie Wohnen, Gesundheit und Fachkräfte.
Kretschmer wies darauf hin, dass die Kosten für die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, das vor einigen Jahren verabschiedet wurde, in den letzten Jahren gestiegen seien. «Wenn wir wollen, dass diese Arbeit mit dem gleichen Engagement und der gleichen Leidenschaft fortgeführt wird, wie das jetzt gerade begonnen hat, dann braucht es auch das finanzielle Fundament.» In diesem Zusammenhang seien Gespräche mit der Bundesregierung geplant.