Nach der Besetzung des Audimax durch propalästinensische Aktivisten will die Universität Leipzig von den straffällig gewordenen Beteiligten Schadenersatz fordern. Das teilte ein Sprecher der Universität am Mittwoch auf Anfrage mit. «Gestern hatten wir es mit einer Gruppe zu tun, die eindeutig auf Eskalation aus war.» Ob es sich hierbei um Studentinnen und Studenten der Universität Leipzig gehandelt hat, war zunächst unklar. Zudem wurden im Umfeld der Universität mehrere Graffiti festgestellt, die zu Anzeigen wegen Sachbeschädigung führten. Insgesamt wurden laut Polizei mehr als 30 Strafverfahren eingeleitet.
Rund 50 bis 60 propalästinensische Aktivisten hatten am Dienstagnachmittag das Audimax und den Innenhof der Universität besetzt. Die Polizei räumte noch am Abend den Hörsaal. Nach Angaben der Hochschule war die Räumung unumgänglich, da Gefahr in Verzug für die Sicherheit aller Studierenden und Lehrenden bestanden habe. Der Lehrbetrieb im Audimax soll für den Rest der Woche ausgesetzt werden.