Die Linken im Sächsischen Landtag fordern deutlich mehr Anstrengungen für ein bezahlbares Wohnen im Freistaat. «Vor allem aber muss beim Sozialwohnungsbau endlich geklotzt werden. Als Linksfraktion fordern wir für den neuen Doppelhaushalt die Verdopplung des Förderbudgets auf mindestens 250 Millionen Euro», erklärte Juliane Nagel, Sprecherin für Wohnungspolitik in der Landtagsfraktion. Die Mieten würden in ganz Sachsen steigen, vor allem in den Großstädten und Speckgürteln.
Vor allem Alleinerziehende und alleinstehende Rentner sind die Leidtragenden
Nach den Worten von Nagel müssen die Mieten ins Verhältnis zu den Einkommen gesetzt werden, die in Sachsen vielerorts unterdurchschnittlich sind. Leider würden keine aktuellen Daten zur Mietbelastung vorliegen. Die Sozialberichterstattung für Dresden und Leipzig zeige aber, dass dort vor allem Alleinerziehende und Alleinstehende und Rentner überdurchschnittlich belastet sind. 2022 hätten in Leipzig 15 Prozent der Mieterinnen und Mieter mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Wohnkosten aufwenden müssen.
«Die Mieten in Sachsen steigen flächendeckend, besonders in Dresden und Leipzig. Dort wachsen nicht nur die Kaltmieten, sondern auch Nebenkosten für Energie, Heizung oder Müllabfuhr», erläuterte Nagel. Es verwundere nicht, dass der Mietanstieg die Speckgürtel erreicht hat. «Als Linke streiten wir für wirksame Instrumente, um den Anstieg der Mieten zu dämpfen und das Wohnen bezahlbar zu machen.» Man müsse prüfen werden, ob der Bau von Sozialwohnungen künftig auch im Umland der Großstädte zu fördern ist.