Thüringens AfD-Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke hat in Oranienburg seine Anhänger auf das Wahljahr 2024 eingeschworen und die Ambitionen der Partei unterstrichen. «Wir müssen eines erreichen (...), dass diejenigen in die hohen Staatsämter kommen - in die Staatskanzlei in Potsdam, in die Staatskanzlei in Sachsen, in die Staatskanzlei in Erfurt und ins Bundeskanzleramt -, die Deutschland von Herzen lieben», sagte Höcke am Donnerstagabend in Oranienburg.
2024 werden die Landtage in Sachsen, Thüringen und Brandenburg gewählt. In diesem Jahr werde die AfD ein «politisches Ausrufezeichen» setzen, so Höcke in der Brandenburger Stadt nahe Berlin.
Fast eine Stunde sprach Höcke vor etwa 350 Anhängern auf dem Schlossplatz. Deutschland stehe vor einem Kipp-Punkt, sagte er. Insbesondere die Wirtschaft gehe unter der aktuellen Bundesregierung den Bach runter. Diese Politik sauge «uns das Mark aus den Knochen», so Höcke.
Der in der AfD mächtige Höcke betonte seinen Wunsch nach einem starken Europa. Sein Ziel sei, gemeinsam mit Russland «ein neues Europa» zu bauen. «Diese EU muss sterben, damit das wahre Europa leben kann.» Dazu gehört laut Höcke auch eine klare Abkehr von der aus seiner Sicht viel zu lockeren Migrationspolitik. «Wenn wir nicht die Festung Europa errichten können, werden wir die Festung Deutschland errichten.» Mehrere AfD-nahe Besucher unterbrachen Höcke mit Rufen nach geschlossen Grenzen. «Festung Europa - macht die Grenzen dicht», skandierten einige mehrfach.