Zittau ist alarmiert: Immer wieder taucht die Stadt im Dreiländereck zu Polen und Tschechien im Polizeibericht vor allem mit Diebstählen und Einbrüchen auf. In den sozialen Netzwerken kocht das Thema Grenzkriminalität hoch. Nicht ohne Grund: Laut Kriminalstatistik stieg allein die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge von 2019 auf 2020 um 76 Prozent.
In diesem Jahr ist nach Einschätzung der Polizeidirektion Görlitz wieder eine Tendenz nach unten zu erwarten. «Die Fallzahlen zur Eigentumskriminalität im Revierbereich Zittau schwankten im Verlauf dieses Jahres, so dass daraus kein genereller Entwicklungstrend ablesbar ist», heißt es aus dem sächsischen Innenministerium.
Die Zahlen kennt auch Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (parteilos). Bereits im Frühjahr forderte er nach Veröffentlichung der Polizeistatistik das Innenministerium zum Handeln auf. Er drängt darauf, das Verfahren für die Installation der Kameraüberwachung an wichtigen Routen im Zittauer Raum zu beschleunigen. Die Mittel müssten im Landeshaushalt eingeplant werden. «Wir sind Grenzregion. Hier gibt es eine andere Belastungslage als in der Mitte des Landes. Bürgermeister aus dem Gebirge sind ebenso alarmiert wie Unternehmer.»