Eineinhalb Jahre nach der ersten Ankündigung ist die neue Cyberagentur des Bundes mit Übergangssitz in Halle offiziell gegründet worden. Eine entsprechende Urkunde sei unterzeichnet worden, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Dienstag in Berlin mit. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sprach von einem «Meilenstein zum Schutz unserer IT-Systeme».
Die neue Agentur wird gemeinsam vom Verteidigungs- und vom Bundesinnenministerium getragen. Sie soll Forschungsvorhaben anstoßen und fördern, die die innere und äußere Sicherheit in der Cyberwelt verbessern. Dafür wird sie bis 2023 zunächst mit 350 Millionen Euro finanziert. Bis zu 100 Arbeitsplätze sollen direkt bei der Agentur entstehen. Die neue Einrichtung hat ihren Sitz zunächst in Halle. Langfristig soll sie am Flughafen Leipzig/Halle angesiedelt werden.
Die Agentur sei gezielt in dieser Region angesiedelt worden, die auch vom Strukturwandel durch den Braunkohleausstieg betroffen ist, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) laut Mitteilung. «Das ist gelebte Heimatpolitik.»